Blog

test2

Advertisements

Zwischen Inspiration und Ideenklau

Vor einigen Wochen habe ich eine Umfrage erstellt in der ihr entscheiden konntet ob es sich bei der Auswahl von einigen Werken um Plagiate handelt oder nicht.
Hier fasse ich nun die Ergebnisse von den 20 Teilnehmern der Umfrage zusammen.

 

Bei dem ersten Bild fiel die Entscheidung eindeutig aus, 18 der Befragten hielten dies für ein Plagiat. Dies sind Designs von Tuesday Bassen, die die Modekette Zara angeblich kopiert haben soll. Einen weiterführenden Artikel über den Vorwurf findet ihr hier.

 

Bei dem zweiten Werk schienen die Meinungen bereits auseinander zu gehen. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten entschieden sich gegen das Plagiat.
Flickr-User Havezt arbeitet bewusst mit bereits existierenden Album-Cover und stellt diese von einer anderen Perspektive dar. Das ausgewählte Bild ist nur einer seiner Werke, denn neben Nirvana’s “Nevermind”-Album zeigte er ebenfalls andere Blickwinkel von Alben von Sängern wie David Bowie, The Beatles und Pink Floyd.

 

Die darauf folgende Entscheidung fiel noch knapper aus. Die Befragten konnten sich nicht genau einigen ob der Logoentwurf von der Olympia 2020 in Tokyo wirklich als Plagiat bezeichnen werden konnte. So entschieden sich 55% der 20 Menschen für “Ja”, während die restlichen 45% zu “Nein” tendierten.
Auch dieser Vorfall löste schon Empörung aus und der belgische Designer des Logos von “Théâtre de Liège” erhob eine Klage gegen Verletzung des Urheberrechts. So wurde das Logo für die kommende Olympia zurückgezogen und durch ein neues ersetzt.

 

Das nächste Beispiel fiel ähnlich aus. Obwohl hier 60% dem Plagiat zustimmen würden, so kann man doch sehen, dass es keine eindeutige Antwort gibt. Das Logo der Stadt Brühl, welches bereits in 1971 von Anton Stankowski designt wurde, ähnelt dem Logo des großen Kopfhörer Herstellers, zumindest in der Form, sehr.

 

Beim der letzten Frage gab es dann wieder eine eindeutige Entscheidung. Hier wählten 17 Leute die Antwort “Nein”. Das bedeutet 85% sind der Meinung, dass die Werbung für den Beetle kein Plagiat des Album-Covers der Beatles ist.
Nicht nur Autohersteller VW ahmte das berühmte Bild der Abbey Road nach, auch bei vielen anderen Projekten taucht Szene immer wieder auf, so kam die Szene auch bei den Simpsons schon vor.

 

bildschirmfoto-2017-01-15-um-23-23-54

Die Kriterien zur Beantwortung der Frage ob es sich denn nun um ein Plagiat handelt oder nicht fiel ganz verschieden aus. Man kann sehen, dass die Entscheidungskriterien ganz subjektiv der eigenen Person zugeschrieben ist, so wählten die meisten “nach Gefühl” aus.

Allgemein fiel die Entscheidung besonders bei den Werken mit simplen Formen schwer. Denn genau dann wenn nur die einfachsten Formen und Farben im Spiel sind, kann jeder behaupten es sei seine Kunst, auch wenn dem nicht so ist. Immerhin könnte theoretisch jeder Artist dieselben simplen Formen wie Kreise, Vierecke und Dreiecke für sich nutzen.

In der Kunst verschwimmen die Grenzen zwischen Inspiration und Kopie schnell, dies zeigen auch die Umfrageergebnissen. Die Antworten lagen zum Teil sehr dicht beieinander und so hätte man in die eine, aber gleichzeitig auch in die andere Richtung argumentieren können.
Wo die Grenzen zu ziehen ist, kann man nicht immer bei allen Kunstwerken objektiv bestimmen. Nichtsdestotrotz existieren Design-Rechte damit Künstler ihre Arbeiten schützen können, auch wenn nicht alle immer derselben Meinung sind, ob es sich denn nun um Ideenklau handelt oder nicht.

Kunst als Karriere

Seine Interessen und Hobbies zu Geld zu machen – das ist wohl der Traum vieler Künstler. Fan-Artistin Emma, die unter dem Künstlernamen „emmaohemmoh“ ihre Kunst veröffentlich, konnte schon erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln.

Es begann alles mit ihrem persönlichen Interesse an einer Band. Die 20-Jährige Studentin fing vor einigen Jahren an Bilder von ihren Zeichnungen online zu stellen. Auf ihren Social Media Accounts teilte sie Skizzen und Zeichnungen ihrer Lieblingsband „5 Seconds of Summer“. Anfangs hielt dich das Feedback in Grenzen, doch mittlerweile hat sie Tausende Follower und wurde bereits von weltweiten Stars, wie eben 5 Seconds of Summer, Twenty One Pilots und Halsey aber auch Seiten wie MTV beachtet und angesprochen.

42276eak
Emma wurde um 2014 in der Fan-Gemeinde bekannter.

Ihre sogenannten „Paperchildren“, womit sie anfangs startete, kann man sich auf ihrer Seite selbst kostenlos ausdrucken und damit sein Zimmer dekorieren. Sie erstelle sogar passend zu ihrer Lieblingsband eine Variation des Kartenspiels „Cards against Humanity“ mit Insider-Themen für Fans, auch diese ist frei downloadbar.

Auf die Frage wie sie soviel Aufmerksamkeit erhielt, gab es von ihr die bescheidene Antwort: „Naja, es hat sich einfach durch mein ständiges Posten auf Twitter und Tumblr entwickelt. Durch das ‘Hashtaggen’, insbesondere auf meiner tumblr-Seite erreichten meine Zeichnungen und Comics immer mehr Aufmerksamkeit.“

Ihre Kreationen erreichen auf der Tumblr-Website, eine Blog-Seite, je über 100.000 Reblogs, das bedeutet sie werden tausende Male geteilt, kommentiert und geliket. Dadurch wächst sogar schon ihre eigene kleine Fan-Gemeinde an. Auf Konzerten ihrer Lieblingsbands, wird sie oft von Menschen erkannt und plant manchmal sogar kleine Meet-Ups. „Es ist schon ziemlich cool!“, freut sie sich.

Ihre Tipps für aufstrebende Künstler lautet: Ganz viel Übung! Emma erzählt, dass sie sich deshalb jeden Tag die Zeit nimmt mindestens einen Eintrag in ihrem Sketch-Buch zu machen. Dabei ist es egal ob es eine kleine Skizze ist oder ob es sich um eine größere Zeichnung handelt. Hauptsache es wird täglich etwas gezeichnet.

Auf ihrem Youtube-Kanal gibt Emma einen kleinen Einblick in ihre Skizzenbücher:

Besonders der sogenannte „Inktober“, der jeden Oktober stattfindet eignet sich hervorragend dazu. Gestartet wurde das Projekt im Jahre 2009 von Jake Parker. Jedes Jahr im Monat Oktober gibt er für jeden Tag, vom 1. bis zum 31., ein Thema vor zu welchem man dann künstlerisch tätig werden soll. Offiziell geht es darum Tinte (ink) zu benutzen, ein Bild zu dem jeweiligen Wort oder Thema zu malen und das Resultat dann unter #inktober online zu posten. Mittlerweile gibt es aber viele verschiedene Variationen, so erstellen viele eine eigene Wörterliste, andere benutzen statt Tinte Tusche, oder die Art-Challenge wird der Kalligrafie angepasst. Es gibt keine Grenzen was dieses Projekt angeht.

Auch Emma hat vergangenen Oktober an der Challenge teilgenommen und Bilder gepostet. Hier gibt es eine kleine Auswahl ihrer Inktober-Werke, die sie auf ihrer öffentlichen Instagram-Seite gepostet hat.

Quelle: @emmaohemmoh auf Instagram

Des Weiteren erklärt sie, dass man die größte Aufmerksamkeit erreicht wenn man seine Posts richtig aufbaut, wie beispielsweise die Verwendung vieler Hashtags sowie das Markieren der gemalten Promis (sofern denn welche gezeichnet wurden), welches am besten auf Tumblr und Twitter funktioniere.

Betrachtet man ihre Accounts so sieht man, dass Emma einen sehr prägnanten Comic-artigen Kunststil besitzt. Ihre Kreationen haben einen simplen Stil, sind aber von anderen Styles leicht zu unterscheiden und haben somit Wiedererkennungscharakter.

„Ich werde oft gefragt, wie man seinen eigenen Stil entwickelt und das ist immer sehr schwer zu beantworten.“, erzählt die Studentin. Man solle sich auf jeden Fall Zeit lassen und es nicht erzwingen, erklärt sie. Denn auch sie brauchte eine Weile um ihre Art zu Zeichnen zu finden. „Meine Inspirationen waren hauptsächlich Comics und sogar einige Instagram-Artisten!“ Doch sie rät davon ab ganze Zeichnungen anderer Künstler zu kopieren. Man solle sich stattdessen inspirieren lassen und Teile der bereits vorhanden Kunst weiterentwickeln in seine eigene Kunstart.

Trotz ihres Erfolges als Fan-Artistin und ihrer kleinen Online-Community, konzentriert sich die 20-Jährige nun auf ihr Wirtschafts-Studium. Zeichnen tut sie trotzdem noch, doch Zeichen-Aufträge die sie erhält, bearbeitet sie meist in ihren Ferien. Nebenbei verdient sie mit ihrer Kunst durch Webseiten wie Redbubble und Society6 Geld.

Denn mit Social Media wird besonders die junge Generation erreicht, die bereit ist für hochwertige und leidenschaftliche hergestellte Kunst zu bezahlen.

Auch Thorsten Schäfer von Deichhirsch freut sich auf jeden Zugriff auf seine Facebook-Seite. Das Unternehmen wurde erst Anfang 2016 gegründet und ist somit noch sehr jung und hat viel vor sich.

deichhirsch

Schäfer hat sein Hobby, im Gegensatz zu Emma, schon zum echten Beruf gemacht. Ein mutiger Schritt denn dies schaffen nicht viele.
Es ist schwierig sich auf dem kreativen Markt durchsetzen. In einer Umfrage haben rund 42% der deutschen Bevölkerung angegeben, dass sie sich kaum oder gar nicht für Kunst und die Kunstszene interessieren. Nur rund 6,5 Prozent seien demnach sehr daran interessiert [x].

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie lag der Umsatz in der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft 2015 geschätzt bei 150.383 Millionen Euro, dies macht einen Anteil von 2,47% der Gesamtwirtschaft aus. “Mit einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate in Höhe von 1,8 Prozent für den Zeitraum 2010 bis 2015 entwickelt sich die Kultur- und Kreativwirtschaft stabil positiv.” Dabei entwickeln sich die meisten Teilmärkte positiv, so auch der Designmarkt, der ein plus von 0,5% verzeichnen kann. Print-Märkte wie der Buch und Pressemarkt zeigen sich hingegen im Minus.
Während die Designwirtschaft eine positive Entwicklung zeigt, leidet der Kunstmarkt, zu denen selbständig bildende Künstler zählen, mit minus 2,2.

teilmarktekreativQuelle: [x]

Die angewandte Kunst, das bedeutet der Bereich des Designs und der Fotografie findet mehr Zulauf, als die bildende Kunst wie beispielsweise die traditionelle Malerei und Zeichnung.

Dies ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, die ausschlaggebend für Emma war. Sie hat sich entschieden ihr großes Hobby erst einmal an zweiter Stelle zu setzen und sich auf ihr Wirtschaftsstudium zu fokussieren. Nichtsdestotrotz bleibt sie ihrem Hobby treu und belegt noch Wahlfächer im Bereich Kunst und Gestaltung.

Auch„Deichhirsch“ bleibt vorerst nur ein Nebenjob zu Schäfers festen Berufung als Mediengestalter. Ziel ist es nun vorerst das kleine Unternehmen aufzubauen und die Umsatzzahlen zu steigern.

Für neue Firmen eignen sich lokale Ausstellungen um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen. Der “Kreativ-Koffer-Markt”, der in Wilhelmshaven stattfindet, bietet dazu eine gute Gelegenheit. Hier haben selbständige Künstler oder auch lokale Unternehmen die Möglichkeit ihre Kunst zu verkaufen. So war auch Deichhirsch Ende Oktober 2016 mit dabei. Auch bei der “4-Tage-Galerie” in Oldenburg einen Monat später war das neue Unternehmen präsent.

 

img_8961
Der Kreativ-Koffer-Markt findet seit 2014 im Pumpwerk Wilhelmshaven statt.

Quelle: Thuy Nguyen

Dabei verbringt statistisch gesehen nur ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung damit kulturelle Veranstaltungen oder Einrichtungen zu besuchen. 64% der 2013 Befragten gaben an,  Fernsehen/DVD’s zu gucken während es nur 7% gab, die Veranstaltungen zu besuchen.

kultur2013

Quelle: [x]

“Ich habe eigentlich nur wenig Zeit für solche Kunstausstellungen. Fernsehen mache ich persönlich nur wenig, kann mir aber vorstellen, dass viele das bevorzugen, weil man es nebenbei zu Hause anmachen kann”, erklärt eine Besucherin des Kreativ-Koffer-Marktes.

Eine Wilhelmshavener Studentin ergänzt: “Ich wusste zum Beispiel auch gar nicht wo und wann das [der Kreativ-Koffer-Markt] stattfindet.”

Die fehlende Information ist der eine Teil, aber der Hauptgrund sei wohl der Zeitmangel.  Untersuchungen des statistischen Bundesamtes zeigten, dass sich 26% von den Deutschen sich mehr Zeit für Kunst und Kultur wünschen. Insbesondere für den Bereich “kulturelle Veranstaltungen/Einrichtungen” wünschten sich die Deutschen mehr Zeit (40%).

Nicht nur für die Künstler wie Emma stellt der Zeitmangel ein Problem dar, denn durch ihr Studium kann sie sich “leider nur begrenzt betätigen”. Auch Interessierte können kaum Zeit aufbringen sich über neue Werke oder Künstler zu erkundigen und entdecken.

So gibt es viele Hürden für aufstrebende Künstler, es ist nicht leicht sein Hobby zu Geld zu machen. Doch es ist immer ein guter Start klein anzufangen, sei es in Form eines Kleinunternehmens als Nebenjob oder durch virtuelle Marktplätze online. Denn Lichtblicke gibt es für die Branche. Laut Statistiken des Bundesamtes gäbe es ein stabiles und langfristiges Umsatzwachstum in der Branche. Insbesondere mit Fokus auf digitale Kunst gibt es positive Entwicklungen.
Und die Künstler bleiben ebenfalls positiv, denn die Zahlen der Unternehmen im Kunst- und Kreativ-Markt steigen weiter an, die Wachstumsrate ist der Statistik zufolge sogar höher als die in der Gesamtwirtschaft.

Virtuelle Marktplätze – Vergleich zwischen Etsy, Redbubble und DaWanda

Sich als selbständiger Artist zu beweisen ist nicht gerade leicht. Wie bringt man seine Arbeit dem Kunden näher? Märkte und Ausstellungen sind schon einmal ein guter Anfang, doch auch relativ zeitaufwändig.

Hier schafft das Internet Abhilfe. In der heutigen Zeit erreicht man wohl die größte Aufmerksamkeit durch soziale Plattformen. So ist es auch keine Überraschung, dass es nun eine Menge an Webseiten gibt, die sich darauf spezialisieren künstlerische Arbeiten des Nutzers zu verkaufen. Sie bieten virtuelle Marktplätze, wo der Nutzer seine Kunst darstellen und dem Konsumenten näher bringen kann.

Da es mittlerweile so viele Seiten gibt, die diese Dienstleistung anbieten, kann man schon schnell den Überblick verlieren.
Egal ob Gemälde, Shirts oder Schmuck! Welche Seite bietet denn nun dem  Künstler die besten Möglichkeiten? Wo werden seine Werke am besten dargestellt? Wo kann man seine Arbeit am sichersten verkaufen? Wo werden Künstler am meisten unterstützt? Ich habe drei verschiedene Webseiten genauer unter die Lupe genommen um zu sehen welche am besten geeignet ist, um sich als Künstler durchzusetzen.

Natürlich gibt es viele Seiten wie society6, storenvy und und und, doch ich habe mich entschieden die drei Seiten Etsy, redbubble und daWanda zu vergleichen. Zum einem fiel die Auswahl so aus, weil Etsy und Redbubble international vertreten sind und auch sehr bekannt sind, zum anderen wollte ich auch ein in Europa entstandenes Unternehmen miteinbeziehen.

 

etsy-logo

 

Die Plattform “etsy” wurde 2005 gegründet und hat ihren Hauptsitz in New York. Seit 2010 gibt es auch einen Sitz in Deutschlands Hauptstadt Berlin. Die Seite wird neben der USA auch von Ländern wie England, Kanada, Frankreich und Deutschland oft besucht (x).

Die Reichweite ist also sehr groß, es gibt momentan rund 25 Millionen Mitglieder weltweit. Seit es 2012 auch eine passende App zur Website gibt verstärkt sich der Einfluss, der in den Staaten bereits sehr groß war, auch in Europa.
Um seine Produkte zu verkaufen muss man zu allererst ein kostenloses Konto erstellen, danach sucht man sich einen Namen für seine Seite und kann die Artikel auch schon hochladen. Es sind keine html/CSS Kenntnisse notwendig um die Seite zu erstellen.
Die Art der Produkte und deren Verfügbarkeit werden durch eine Leiste am linken Seitenrand des Profis dargestellt, auf der rechten Seite kann man dann Ausschnitte seiner Produkte sehen. Das Design ist schön schlicht und überschaubar. Des Weiteren ist es möglich einen eigenen Banner für seine Seite hinzuzufügen. Außerdem gibt es unten die Möglichkeit für Nutzer und Käufer Kommentare über die Kreationen zu hinterlassen.
Wird ein Produkt verkauft so kann man seine Bezahlung auf verschiedene Weise erhalten, von Überweisung bis Kreditkarte und PayPal ist alles möglich.
Dabei sollte man wissen, dass man als Nutzer die Verantwortung und die Kosten für den Versand des Produktes trägt. Des Weiteren erhält Etsy von dem angegebenen Preis 3,5 % Provision. Außerdem gibt es Einstellkosten in Höhe von 0,20 USD, was umgerechnet ungefähr 0,19 Euro ergibt. Das bedeutet: Für jeden Artikel, den man zur Darstellung hochlädt, werden 19 Cent berechnet.
Werden Artikel auf der Website hochgeladen bleiben sie dort für 4 Monate oder bis sie verkauft werden.

 

nr36ltt4

Auch Redbubble gibt es schon recht lange. Gegründet wurde es ein Jahr nach Etsy in 2006 in Melbourne, Australien wo sich auch der jetzige Hauptsitz befindet. Die Zugriffe sind auch hier international wobei Australien hier vorne dabei ist.

Auch diese Seite ist leicht zu bedienen und man braucht keine Kenntnisse in html oder CSS. Nach der kostenlosen Anmeldung hat der Nutzer hier ebenfalls die Chance einen individuellen Banner für die Seite zu erstellen. Die neusten Werke werden unten recht in kleinen Quadraten angezeigt. Des Weiteren hat man die Möglichkeit einen “Bubble Blog” auf seinem Profil mit einzubinden, wo man Posts und Beiträge wie auf einem normalen Blog erstellen kann.
Redbubble spezialisiert sich auf die digitale Kunst, so muss der Artist nur sein Design hochladen und kann dann auswählen auf was dies gedruckt werden sollen. Die Kreation wird dann den Produkten angepasst, wobei man dies ebenfalls weiter verändern kann. Es gibt eine breite Palette inklusive Shirts, Sticker, Tassen, Handhüllen, Poster etc. Dadurch muss man auch nichts von den Versandkosten der Produkte übernehmen.
Für das Online-Stellen fallen im Gegensatz zu Etsy keine weiteren Gebühren an, jedoch sind die Preise für die Produkte bereits vorher von Redbubble festgelegt. So kostet ein Sticker beispielsweise immer etwas zwischen 2 und 4 Euro. Den eigenen Profit für das Produkt kann man zu dem angegeben Preis dann selber festlegen.
Auch bei Redbubble erfolgt die Bezahlung ähnlich wie bei Etsy über das Bankkonto oder Paypal. Dabei erhält der Künstler immer am 15. jeden Monats sein Geld überwiesen.

 

rprdd2ge

DaWanda ist ein deutsches Unternehmen mit dem Sitz in Berlin, welches ebenfalls seit 2006 existiert. Es gibt momentan rund 7,3 Millionen Nutzer auf der Seite, wobei die Zugriffe aus europäischen Ländern kommen. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es auch viele Zugriffe aus Polen und Frankreich (x).

DaWanda ist ähnlich aufgebaut wie Etsy, auf der Profilseite gibt es links eine Leiste der verschiedenen Produkte und deren Verfügbarkeit. Wie bei dem amerikanischen Unternehmen werden auch hier rechts die Produkte dargestellt. Auch einen eigenen Banner kann man hinzufügen. Der Unterschied besteht aus den Profilinformationen, die sich statt oben links an der Seite befinden, was die Darstellung des Künstlers etwas erschwert.
Wie bei den beiden anderen Plattformen ist auch hier die Anmeldung kostenlos. Danach kann man seine Produkte für variierende Einstellkosten (zwischen 10 und 30 cent) online stellen. Ähnlich wie bei Etsy übernimmt man auch hier die Verantwortung und die Kosten für den Versand.
Die Bezahlung erfolgt auch hier entweder über Kreditkarte, Überweisung oder PayPal. Wobei man auch hier beachten muss, dass DaWanda eine Provision in Höhe von 5% erhält.

 

In der folgenden Tabelle habe ich die Eigenschaften noch einmal kurz zusammengefasst:

Etsy Redbubble DaWanda
Bedienbarkeit einfach einfach einfach
Reichweite International, Fokus auf Amerika, England International, Fokus auf Amerika, England Fokus liegt auf europäischen Ländern
Produktvielfalt Handgemaches, alles Begrenzt auf Digitale Arbeiten Handgemaches, alles
Preis 0,20 USD Einstellgebühr

3,5% Provision

Basispreis

→ Profit selbsteinstellbar

0,10 – 0,30 EUR Einstellgebühr

5% Provision

Bezahlung Kreditkarte, PayPal, Überweisung Kreditkarte, PayPal, Überweisung Kreditkarte, PayPal, Überweisung
Besonderheiten Eigener Versand Bubble Blog Eigener Versand

 

Jede Seite hat ihre Vor-und Nachteile, es kommt ganz dabei auf die Präferenzen und Werke eines jeden Künstlers an. Kreiert man seine Sachen, wie Schmuck oder Kostüme, selber so sind Plattformen wie Etsy und DaWanda wohl am besten geeignet. Liegt der Fokus aber mehr auf dem eigentlichen Design so bietet Redbubble wohl die beste Lösung.
Der eigene Versand mag für Einige vielleicht mehr Arbeit sein, für andere ist es jedoch die perfekte Gelegenheit dem Kunden durch personalisierte Verpackungen oder Karten näher zu kommen.
Auch die Kommentar und Bewertungsfunktion, die bei allen drei Seiten vorhanden ist, hat sowohl positive als auch negative Aspekte, diese hängen aber natürlich von dem Nutzer selbst und seinen Produkten ab.
Was bei allen drei untersuchten Seiten gleich ist, ist die einfache Bedienung und Herstellung der eigenen Verkaufsseite. Jedoch sind die Seiten schlicht gehalten und sehen alle bis zu einem gewissen Grad ähnlich aus. Bevorzugt man eine individuellere gestaltete Seite, macht es ebenfalls Sinn andere Anbieter zu suchen, jedoch muss man sich darauf einstellen, dass die eigenen html und CSS Kenntnisse dann gefragt werden.

Allgemein ist zu sagen, dass virtuelle Marktplätze wie Etsy, Redbubble, DaWanda und Co. die perfekte Möglichkeit bieten in das kreative Geschäft einzusteigen. Dabei sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass diese Seiten das Produkt darstellen. Für die Werbung und den Verkauf ist man als Künstler immer noch selbst verantwortlich.

Plagiate! Oder etwa doch nicht?

copy paste
Kopien und Plagiate existieren sowohl in schriftlicher als auch gestalterischer Form. Dennoch sind sie nicht unter den gleichen Kriterien zu unterscheiden.
Wenn der Text Wort für Wort gleich ist, dann ist er eine Kopie. Wurde nicht richtig zitiert oder die Quellen oder Literaturliste nicht richtig angegeben, handelt es sich um ein Plagiat. Doch wie ist das bei Designs oder generell in der Kunst?

Wann ist ein Design ein Plagiat?

Dies ist nicht in allen Fällen leicht zu unterscheiden. Wann fängt ein Design an eine Kopie zu sein? Schon bei ähnlichen Formen und Farben? Kann es vielleicht sogar nur Zufall sein, dass diese gleich aussehen?

Die Frage wann die Kopie aufhört und die Inspiration anfängt ist nicht genau definiert, die Grenzen verschwimmen miteinander. Umso schwieriger ist es zu unterscheiden welche Werke nun wirklich “gestohlen” wurden und welche bewusst am Original gehalten wurden oder gar nur zufälligerweise gleich aussehen.

Wann ist für euch ein Werk ein Plagiat?
In der folgenden Umfrage könnt ihr nun entscheiden, ob es sich bei den Werken um eine Kopie handelt oder vielleicht auch nicht.

Ich freue mich auf eure Teilnahme an der Umfrage! Die Ergebnisse werden dann später unter einem neuen Post veröffentlicht.

Viel Spaß bei der Teilnahme!

Plagiatsvorwürfe gegen Zara

Die große Modekette „Zara“ wurde von der unabhängigen Künstlerin Tuesday Bassen des Plagiats bezichtigt. Das Unternehmen soll ihre Designs geklaut und ohne Genehmigung der Artistin in dem Tochterunternehmen „Bershka“ verkauft haben. Erst durch ihre Kunden wurde Bassen auf die Urherberrechtsverletzung aufmerksam.

Das private Verfahren wurde durch Bassen Ende Juli öffentlich als sie ein Statement auf ihrem Instagram-Account veröffentlichte. In diesem Post stellte sie ihre Arbeiten im Vergleich zu Zara’s Kopien dar und zeigte ebenfalls die Antwort des Modegiganten zu ihren Vorwürfen.

bildschirmfoto-2016-11-02-um-09-18-11
Dieser Beitrag von Bassen wurde viral und ermutigte andere beklaute Künstler.

In Zara’s Erklärung an Bassen wird die angebliche Nachahmung geleugnet, denn Bassen’s Kreationen seien nicht von der breiten Masse als ihre „Eigenmarke“ zu unterscheiden. Im Gegensatz zum großen Unternehmen, welches ein breites Publikum besitzt (laut der Erklärung: 98 Millionen Website-Besucher), kenne man sie und ihre Designs nicht.

Der Post auf Instagram erhielt soviel Aufsehen, dass nicht nur Modemagazine wie Cosmopolitan davon berichteten, sondern auch Zeitungen wie Dailymail und die Huffingtsonpost. Ein wütender Shitstorm gegen Zara folgte auf den Sozialen Medien.

Immer mehr selbstständige Künstler melden sich nun durch Bassen’s Aufdeckung zu Wort. So auch der Artist Adam J. Kurtz, der ebenfalls seine Meinung in einem Instagram-Beitrag äußerte. Des Weiteren erstellte Kurtz eine Sammlung von Zara’s Designs, die das Urheberrecht verletzt haben und verlinkte die eigentlichen Künstler der Werke. So kann man die Arbeiten vergleichen und sich selbst ein Bild über die Lage verschaffen. Auch mehrere Nachrichten-Artikel zu dem Vorfall in verschiedenen Sprachen wurden auf der Seite aufgelistet.

Dieser Vorfall liegt nun rund 14 Wochen zurück und es gibt nur wenig Stellungnahme von der Firma. Die Vogue berichtete kurz darauf davon, dass Zara’s Besitzer Inditex die geklauten Artikel aus dem Sortiment genommen habe und die Anwälte Bassen’s kontaktiert wurden. Doch laut der Künstlerin hätte sie seither nichts vom Unternehmen gehört.
Und so dauert das Gerichtsverfahren zwischen Bassen und Zara immer noch an, welches zum Zeitpunkt der Bekanntmachung für Bassen bereits 2000 Dollar kostete.

zara_logo
Nicht nur gegen milliardenschweres Unternehmen Zara gibt es Vorwürfe.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Marken Designs klauen.
Immer wieder werden Independent Artists von solch großen Kooperationen beklaut, so ist Zara nicht die erste Kette, die mit Urheberrechtsverletzungen konfrontiert wird. Auch große Labels wie Forever 21 und Urban Outfitters mussten schon mit legalen Kämpfen rechnen. Die Verlierer in solchen Vorfällen sind meist die Künstler, da diese nicht immer über das Geld verfügen, um sich teure Gerichtsverfahren leisten zu können. So bleibt die Öffentlichkeit von den einen oder anderen “Kunst-Diebstähle” oft unaufgeklärt.

Dies weiß auch Bassen, denn sie will “ihre Unterstützer nicht mit den finanziellen Sorgen belasten” und ruft lediglich dazu auf, auf den Betrug aufmerksam zu machen.

Weiterführende Links:
Tuesday Bassen Twitter Instagram Website
Adam J. Kurtz Twitter Instagram

Weiterführende Artikel:
BBC
Buzzfeed
New York Magazine
Focus